Der Grund

Heute bin ich über einen ziemlich bescheiden geschriebene Artikel bei yahoo.de, “Wer wird Millionär? 5 einfache Schritte zur Million.” gestolpert.Der Inhalt lässt sich recht kurz zusammenfassen:

  1. Den richtigen Beruf finden
  2. Nur einmal heiraten
  3. Von einem Einkommen leben
  4. Langfristig investieren
  5. Nichtwie ein Millionär lebenhen

 

Kurz belanglose Fakten die jeder kennen sollte oder an den Haaren herbei gezogene Theorien, die nett klingen, wahrscheinlich sogar zum Erfolg führen, deren tatsächlicher Nutzern aber eher zweifelhaft ist.

Natürlich ist es leichter ein Vermögen auf zu bauen wenn man viel verdient. Vor allem solange man einen Lebenstil pflegt, bei dem man nur einen kleinen Anteil seines Einkommens verbraucht. Da bleibt natürlich sogar noch mehr geld über welches man sparen und investieren kann. Aber um bei der Wahrheit zu bleiben, nicht jeder hat die Möglichkeit einer Ausbildung welche zu einer hoch bezahlten Karriere führt.

Unter 2. wird es langsam unglaubwürdig. Das eine Hochzeit viel Geld verschlingt und eventuelle Scheidungen meistens sogar noch mehr kosten sollte Allgemeinwissen sein. Und wer da nicht selbst drauf kommt sollte sich ernsthaft die Frage stellen ob er das Ziel des Millionär seins noch weiter verfolgen sollte.

Seine Partnerwahl aber nach den Kriterien der Sparsamkeit, des Einkommen des Anderen und dem gemeinsamen Ziel möglichst schnell möglichst zur Million zu kommen aus zu richten ist geradezu aberwitzig.

 

Drittens, ist eigentlich wieder nur ein Wiederkauen des Sparsamkeitsprinzips. Wenn man zusammen nur von einem Gehalt lebt, während  beide Geld verdienen schafft dies natürlich schnell größere Rücklagen, auf die man in Notsituationen zurückgreifen kann und bietet Spielraum für Investitionskapital. Allerdings wird man dann auch, anders als im Artikel dargestellt nicht wirklich selbst Millionär, sobald man die magische siebte Stelle auf dem Konto überschreitet, sondern muss wenn man sich nicht selbst belügen will auch das doppelte, also 2 Millionen anhäufen.

Zu Gute halten muss man aber das deutlich höhere Sparpotential eines Mehrpersonen- gegenüber eines Einpersonenhaushalts, da viele grundlegende Anschaffungen nur einfach getätigt werden müssen und somit effektiv geteilt werden.


Langfristig und risikolos investieren, schön und gut aber meist korrelieren die Zinsen stark mit den Risiken einer Kapitalanlage die man bereit ist ein zu gehen, sowie deren Laufzeit.

So bieten langfristige Anlagen zwar meist eine bessere Verzinsung als kurzfristige, allerdings ist das Kapital auch lange gebunden und man selbst ist deutlich unflexibler und angeschissen, wenn man auf Grund unvorhergesehener Umstände kurzfristig Geld braucht.

Und um ehrlich zu sein, schön wenn ich mit 65 irgendwann die Million auf meinem Konto habe, aber so lange will ich mich nicht gedulden. Wer weiß ob ich das noch erlebe schließlich kann bis dahin noch so viel passieren.

 

Und damit sind wir auch schon beim letzten Vorschlag “Nicht wie ein Millionär leben!”. Was habe ich dann davon? Zwar will ich nicht rumprassen, wie der ein oder andere sich das vielleicht vorstellt und auch überlege ich mir wo ich was einkaufe, noch etwas sparen kann oder welcher Supermarkt gerade was im Sonderangebot hat.

Aber Geld ist doch nur etwas Wert, wenn man auch bereit ist es aus zu geben. Ansonsten hat man ja nur das wohlige Gefühl der Sicherheit, was aber auch nichts wert ist, wenn mich morgen auf dem Fahrrad ein Auto mitnimmt und ich danach unter der Erde liege, mitnehmen kann ich schließlich nichts.

Auf alle Fälle hat der kleine Artikel was Gutes, so undurchdacht er auch sein mag war er doch der Funke der mir die Idee zu meinem kleinen Projekt gab. Mehr dazu morgen

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